Klima und Ostsee

Offshore Windenergie

Offshore- Windenergie in der Ostsee ist sehr wichtig, um die Stromproduktion In Deutschland soweit wie möglich auf Erneuerbare Energien umzustellen. Derzeit sind in der deutschen Ostsee 231 Windenergieanlagen mit mehr als 1.000 Megawatt installiert, die Strom für ca. 1 Million Haushalte produzieren. Bei der Planung von Offshore-Windparks spielt die Umwelt- und Naturverträglichkeit eine große Rolle. So müssen etwaige Auswirkungen auf den Vogelzug sehr intensiv geprüft werden. Hier gibt mehr Infos dazu.

Messung von Schiffsabgasen

Schiffe in Nord- und Ostsee dürfen nur schwefelarme Kraftstoffe einsetzen. Zur Unterstützung bei der Verfolgung von Verstößen betreibt das BSH ein Luftmessnetz. Dabei wird aus der Messung der chemischen Zusammensetzung der Abgasfahne vorbeifahrender Schiffe der Schwefelgehalt des verbrannten Kraftstoffs abgeleitet. Auffällig gemessene Schiffe werden automatisch den Verfolgungsbehörden gemeldet um eine gerichtsfeste Kontrolle an Bord durchzuführen.
Derzeit betreibt das BSH ortsfeste Luftmessstationen in Bremerhaven, Hamburg/Wedel und der Kieler Förde. Außerdem wird ab 2020 eine mobile Messstation eingesetzt um standortvariable Messungen, u.A. in Rostock durchzuführen. Für die Überwachung auf See wird das neue BSH Schiff “ATAIR“ mit einer Luftmessstation ausgerüstet.

Eisbedeckung der Ostsee von 1961 –2010


Basierend auf Eiskarten und Daten der Eisbeobachter gab das BSH 2012 den Klimatologischen Eisatlas der westlichen und südlichen Ostsee heraus. Der darin betrachtete 50 jährige Zeitraum 1961-2010 wurde auch in drei überlappende 30-jährige Zeiträume aufgeteilt. Vergleicht man die Häufigkeit des Eisauftretens erkennt man ein großflächige Abnahme derselben. Dieser Trend hat sich bis jetzt auch fortgesetzt. In der heutigen Zeit tritt also während der Wintersaison Eis weniger häufig Eis auf als vor 30 oder 50 Jahren. Andere Parameter wie Anfang, Ende und Länge des Eissaison, sowie Eisdicke wurden im Atlas auch betrachtet.

Hier findet ihr weitere Infos.

Der Hering in der Klimafalle

In der westlichen Ostsee ist der Hering – neben dem Dorsch – der „Brotfisch“ für die Küstenfischerei. Seit Jahren produziert der wirtschaftlich wichtige Bestand aber immer weniger Nachwuchs, sodass der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) für 2018 eine drastische Fangempfehlung aussprach: minus 39 %. Für 2019 erfolgte eine weitere Reduzierung um 48 %, und für 2020 empfiehlt der ICES, die Fischerei auf diesen Bestand komplett einzustellen.

Was sind die Gründe für den Bestandsrückgang? Das Thünen-Institut führt regelmäßig einen Heringslarven-Survey im wesentlichen Laichgebiet dieses Bestandes durch. Analysen aller seit 1991 vorhandenen Daten zur Rekrutierung und zu den Umweltbedingungen haben gezeigt, dass vor allem zwei Faktoren für die schwache Nachwuchsproduktion verantwortlich sind:

1. Erwärmung der westlichen Ostsee und
2. eine Überdüngung der inneren Küstengewässer, in denen der Hering laicht.

Ihr wollt alles verstehen? Hier gibt´s die ganze Geschichte.